Zum ersten Mal – „Mathematik-Nobelpreis“ geht an eine Frau

Man sollte meinen, dass es einen Nobelpreis für Mathematik gibt, aber das ist nicht der Fall. Zwar liegt es bei den Nobelpreis-Kategorien Physik und Chemie nahe, dass es auch eine Kategorie Mathematik gibt, dennoch wurde diese nie ins Leben gerufen. Der Grund dafür ist recht einfach. Alfred Nobel war der Meinung, dass die Mathematik einfach nicht bedeutend genug sei, um ihr auch einen Preis zu stiften.

Dennoch gibt es im Bereich der Mathematik einen Preis, der als „Mathematik-Nobelpreis“ bezeichnet wird, und das ist die Fields-Medaille. Diese wird nicht jährlich verliehen wie der Nobelpreis, sondern alle vier Jahre. Ausgezeichnet werden Mathematiker, die herausragende Entdeckungen gemacht haben auf mathematischem Gebiet. Viele bekannte Mathematiker haben seit dem Jahr 1936 nun schon diesen Preis erhalten. Bisher waren es allerdings durchweg nur Männer, die sich darüber freuen konnten. In diesem Jahr erhält zum ersten Mal überhaupt eine Frau diese Auszeichnung.

Maryam Mirzakhani stammt aus dem Iran. Schon als Schülerin zeigte sie ihr Talent für die Mathematik, sie konnte zwei Goldmedaillen holen bei internationalen sogenannten Mathematik-Olympiaden. Die Fields-Medaille wird ebenfalls, wie ein Nobelpreis auch, mit einem Preisgeld dotiert, allerdings ist dies um einiges geringer, es liegt bei 15.000 kanadischen Dollar.

Es ist aber nicht das Preisgeld, was diese Auszeichnung so begehrt macht, sondern eher das Renommee, das ein Preisträger erhält. Kein Wunder also, dass die Fields-Medaille auch gerne als „Mathematik-Nobelpreis“ bezeichnet wird. Eigentlich ist es eher ungewöhnlich, dass Mathematiker in ihrem Land bekannt sind, bei Mirzakhani ist dies anders. Im Iran ist sie sehr bekannt, und für Studenten ist sie ein großes Vorbild dort.

Es waren ihre Beiträge zur „Dynamik und Geometrie von Riemannschen Flächen“, für die Mirzakhani ausgezeichnet wurde. Es gibt in diesem Jahr allerdings auch noch drei männliche Mathematiker, die ebenfalls eine Fields-Medaille erhalten haben. Insgesamt dürfen vier Preisträger ausgezeichnet werden. Allerdings gibt es hier eine Bedingung, die die Auswahl nicht gerade einfach macht. Am 1. Januar diesen Jahres durften die Preisträger nicht älter sein als 40 Jahre.

Vielleicht ist diese Auszeichnung ein Weckruf für all die Frauen, die sich zwar für Mathematik interessieren und auch sehr gut sind auf dem Gebiet, sich aber aufgrund der Männerdominanz in diesem Bereich nie getraut haben, ebenfalls Karriere im Bereich der Mathematik zu machen. Diese Verleihung der Fields-Medaille an eine Frau wird bestimmt nicht die letzte gewesen sein.

Gibt es einen „Nobelpreis“ für das Internet?

Jeder kennt den Nobelpreis für Physik, den Nobelpreis für Literatur und die anderen Nobelreise, die jedes Jahr in Stockholm vergeben werden. Erst vor einigen Jahren hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an Barack Obama für Aufsehen gesorgt, da die USA militärisch im Nahen Osten stark engagiert sind.

Dieses Jahr könnte es jedoch noch einen weiteren Aufsehenerregenden Kandidaten für diesen Preis geben. Die Rede ist hierbei vom Internet.

Ein Nobelpreis für das Internet? Nicht undenkbar.

Ist ein Nobelpreis für das Internet wirklich undenkbar? Es ist mittlerweile keine Frage mehr, dass das Internet eine wichtige zivilisatorische Neuerung darstellt und eine der wichtigen, wenn nicht die wichtigste Erfindung der vergangenen Jahrzehnte. Milliarden Mensch weltweit nutzen das Internet und verbinden sich miteinander.

Deshalb erscheint die Frage gar nicht so ungewöhnlich, wieso eine solche Neuerung nicht mit einem Preis bedacht werden sollte. Erfindungen in der Medizin etwa werden ebenfalls mit Nobelpreisen bedacht, wobei hier jedoch die verantwortlichen Ärzte die Preisträger sind. Einen „Erfinder“ des Internets in diesem Sinne gibt es nicht, da das Internet eine gemeinschaftliche Entwicklung gewesen ist von Beginn an, wobei US-militärs in den 60er du 70er Jahren den Angang gemacht haben.

Das Internet wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach vorgeschlagen

Bereits im Jahr 2010 hat das Internet zu den Kandidaten für den Friedensnobelpreis gehört. Die Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 2003, Schirin Ebadi, gab den Anstoß hierfür und hat Larry Roberts, Vint Cerf und Tim Berners-Lee als Pioniere des Internets für den Preis vorgeschlagen.

Das war notwendig, da der Preis nur an Einzelpersonen oder Institutionen vergeben werden kann. Argumentierte wurde, dass das Internet Menschen verbindet, was das beste Mittel gegen Hass und Konflikte sei. Der Friedensnobelpreis wird seit dem Jahr 1901 verliehen am Todestag des Stifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember.

Das Internet wird auch gerade im Zusammenhang mit den Entwicklungen im „Arabischen Frühling“ immer wieder als Kandidat genannt, da es nachweislich den Frieden in der Welt fördere. So wurde zum Beispiel die Frage aufgeworfen, ob ein Unrechtsstaat wie die DDR überhaupt möglich gewesen wäre, wenn Mobiltelefone und das Internet bereits existiert hätten. Auch wird dem Internet eine wichtige Rolle im Iran zugeschrieben, da die Oppositionellen sich dort über das Internet verbinden und politisch aktiv werden können.